Viele Menschen kennen die Gothic Szene als eine besonders düstere und depressive Szene. Man sagt den Anhängern dieser „Glaubensrichtung“ auch gerne einmal nach, dass sie sehr depressiv seien. Dieser Eindruck kann natürlich durchaus entstehen, bedenkt man die beliebte dunkle und schwarze Kleidung in der Gothic Szene, ebenso aber auch die düstere, oft melancholische Musik und die starke Verbundenheit zum Tod, so kann man durchaus einmal annehmen, dass die Gothic Anhänger etwas depressiv sind.
Gerade in der heutigen Zeit, wo von den Menschen verlangt wird, stets gute Laune und ein strahlendes Lächeln an den Tag zu legen, ist es wohl so, dass die Depressionen oder die melancholische Gemütsweise der Gothics, die sich auch in der Gothic Kleidung widerspiegelt, eher als etwas Abnormales angesehen wird. Schaut jedoch jeder für sich selbst einmal hinter die strahlende Kulisse, die er vor anderen wahrt, so wird schnell klar, dass der Gothic Anhänger nicht depressiver ist, als der Otto-Normal-Verbraucher.
Vielmehr sollte man die Gothic Szene so betrachten, dass sie eine Vielzahl von Mitgliedern hat, die nicht depressiv sind, sondern eher sehr stark über den Sinn und Zweck des Lebens nachdenken. Außerdem bieten sie ihren Mitmenschen einen weiteren Vorteil: Niemand wird gezwungen, seinen Alltag in dunkler Kleidung oder Mittelalter Kleidung zu verbringen, jeder Mensch wird genau so genommen und akzeptiert, wie er auch tatsächlich ist.
Aus diesem Grunde kann man dem Gothic, als Lebensstil, doch eher eine besonders hohe Toleranz nachsagen und weniger den Gruppenzwang, den viele in der dunklen Kleidung, der düsteren Musik und dem blass geschminkten Gesicht sehen.
